Schulgärten haben eine lange Tradition. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis liefern Sie einen wichtigen Beitrag zur Umwelt- und Naturerziehung. Dabei bieten sie zahlreiche Ansätze für fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten. Die Einrichtung, Betreuung und Pflege eines Schulgartens erfordern ein kontinuierliches Engagement über das ganze Jahr.
An unserer Schule versuchen wir nach diesen Grundsätzen den beteiligten Schülerinnen und Schülern im Gartenprojekt einen Einblick in die Tätigkeiten aus dem Berufsfeld Gartenbau und Landwirtschaft zu vermitteln. Zu den regelmäßigen Tätigkeiten wie fegen, Blumen gießen, Pflanzenpflege oder den Umgang mit spezifischen Werkzeugen, soll auch ein Verständnis für die Natur geweckt werden. Hierzu zählt die Wahrnehmung der verschiedenen Jahreszeiten, der Tierwelt im Garten und der Umwelt- und Naturschutz.
In Zusammenarbeit mit dem Artenschutzhaus Melle der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz konnten wir verschiedene Projekte verwirklichen. Beispielsweise haben wir Nisthilfen für Insekten aus alten Konservendosen gebastelt und an verschiedenen Orten im Schulgarten aufgehängt. An einem gemeinsamen Gartentag hat die Schulgemeinschaft ein Sandbeet für Wildbienen und Wespen angelegt; ebenso einen Steinhaufen. Außerdem wächst ein Totholz- Haufen als Nistfläche. In einem breiten Blühstreifen wachsen heimische Stauden und im Frühblüherbeet pflanzten Schülerinnen und Schüler heimische Wildblumenzwiebeln ein. An einigen Bäumen hängen außerdem Traufkästen in leuchtendem Rot!
In Zusammenarbeit mit den Physio- und Ergotherapeuten entstand ein Barfußpfad, der gerne bei wärmeren Temperaturen genutzt wird.
So wächst nach und nach ein naturnaher Garten, an dem sich die Schulgemeinschaft aktiv beteiligen kann und alle Wahrnehmungsbereiche angesprochen werden.


